SumpfNews Gießen
Reiseführer für urbane und digitale Kultur

-:- Dezember 2010 -:-

Liebe SumpfNews-LeserInnen,

Der Dezember ist traditionell der veranstaltungsreichste Monat in Gießen. Im Bereich der bildenden Kunst ist mit der IRIS-Trilogie und assosziierten Veranstaltungen die Farbe das herrschende Thema. Nicht im primär unterhaltenden Sinne von spektakulärem *Alles so schön bunt hier*, sondern analytische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Farbe steht im Vordergrund. Das auch Weiß und Grau Farben sind, beweist uns Gerhard Merz in der gerade eröffneten Ausstellung in der Kunsthalle. Das *Alles so schön bunt hier" der vermeintlichen Verbraucherproduktewelt regiert hingegen derzeit die Fußgängerzone und wird deshalb für den laufenden Monat mit der Empfehlung versehen: *Betreten nur mit Sonnenbrille".

Die Januar 2011-Ausgabe der SumpfNews wird kurz vor Silvester erscheinen. Empfehlungen für Jahresendveranstaltungen jenseits von übervoller Geselligkeit und akustischer Umweltverschmutzung werden gerne entgegen genommen und hier publiziert.

IRIS
die Personifikation des Regenbogens in der griechischen Mythologie, ist Namensgeberin der Ausstellungstrilogie, zu der der Neue Kunstverein Gießen mit der Universitätsbibliothek Gießen sowie dem Stadt- und Industriemuseum Wetzlar kooperiert. Ziel ist, das Phänomen *Farbe* sowohl unter dem Aspekt der wissenschaftlichen Reflexion als auch der praktischen Anwendung in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu untersuchen.

GIGUK – Gießen VideoArt Festival 2010 fand am 30. Oktober im Atelierhaus Trafo statt. Für alle, die die Gewinnervideos nochmal sehen oder die Begründung der Jury nachlesen möchten, gibt es diese hier:
www.giguk.de

In eigener Sache
Sa. 17.12. findet im Domizil die Zwanziger Jahre - Party von Kat von G statt. Die Live-Musik kommt von Bertram B. Ohne, einem Überraschungsgast und mir, anschliessend fantomas an den zeitgenössischen Grammophonen.

Auch in dieser Ausgabe die monatliche Kolumne von fantomas und ein Comic-Strip von AE.

Herzliche Grüße
Wolf D. Schreiber

http://sumpfnews.de/sumpfnews201012.htm

Ausstellung IRIS 1
NEUER KUNSTVEREIN GIEßEN
Licher Str. / Ecke Nahrungsberg, 35394 Gießen
19.11.2010 – 06.02.2011
IRIS. DIE ERFINDUNG DER FARBEN VON 1600 BIS HEUTE

Josef Albers / John Baldessari / Antonio Calderara / A K Dolven / Gary Hill / Horst Keining / Imi Knoebel / Daniel Lergon / Jonathan Monk / Bruce Nauman / Vero Pfeiffer / Jörg Sasse / Adrian Schiess / Leopold Schropp / Andreas Slominski / Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger / Günter Umberg / Thomas Vinson / Jorinde Voigt / Herbert Warmuth / Birgit Werres / Markus Wirthmann

Für das IRIS-Projekt gastiert der Neue Kunstverein Gießen im neugeschaffenen KiZ in der ehemaligen Stadtbibliothek (Lonystr. 2, Di-So 10-18 Uhr). Andreas Slominskis *Wiener Schwarz* ist im Kiosk des Neuen Kunstverein ausgestellt.

Wiener Schwarz oder die Geschichte vom Pferd
Das Pferd gilt als Inbegriff von Freiheit, Schönheit, Eleganz und Kraft. Die Lippizaner sind die älteste Kulturpferderasse, weltbekannt für ihr weisses Fell und untrennbar mit der Spanischen Hofreitzschule in Wien verbunden. Geboren werden sie jedoch mit dunklem Haarkleid und bedingt durch eine Mutation des Gens "Asip" auf Chromom 25 erbleichen die Tiere im Alter von sechs bis acht Jahren. Slominski führt dieses biologische Phänomen ad adsurdum, indem er durch die Verbrennung von Oberschenkelknochen eines toten Lippizaner ein pechschwarzes Farbpigment gewinnt. Wiener Schwarz.

Daniel Lergon
experimentiert mit physikalischen Eigenschaften von Farbstoffen und Geweben, um in seinen Werken mehr Farbintensität zu erreichen. So verwendet er beispielsweise Reflektionsgewebe mittels derer einfallendes Licht immer in die Richtung, aus der es kommt, reflektiert wird, und bearbeitet diese mit farblosen Lack. Es entstehen für den Betrachter je nach Beleuchtung und Betrachtungswinkel spektrale Konturen und Brechungseffekte. Andere Werkserien malt er mit floureszierenden (Neon-) oder nachleuchtenden, phosphorizierenden Farben auf schwarzem Samt statt Leinwand. Der Bildträger der abstrakten Motive hat für ihn die gleiche Relevanz wie das Motiv selbst. Er analysiert formelle, wissenschaftliche Grundlagen optischer (Farb-) Eigenschaften und hinterfragt die menschliche Fähigkeit und Interpretation des Sehens. Motivisch steht er durchaus in der Tradition der abstrakten Expressionisten und 70er-Jahre-Ästhetizismen; sein Ausdruck ist trotzdem von Sachlichkeit geprägt und vermeidet angenehmerweise jeglichen Trend zum Esoterischen. Was bleibt ist die Erkenntnis, das es weder um Technik noch um Subjektivität geht, sondern um Schönheit.
http://www.die-erfindung-der-farben.de
http://www.kunstverein-giessen.de

 

Ausstellung
KUNSTHALLE GIEßEN
Berliner Platz, 35390 Gießen
bis 27.02.2011
Gerhard Merz – Granit

Gerhard Merz nennt sich selbst einen ausgebrannten Klassizisten. Sein Motto: Kunst ist Kunst und Leben ist Leben. Eine Vermischung ist in seinen Augen nicht zulässig und führt zu provoziert philosophischen Kitsch, ideologische Nebenbedeutungen und falsche Versprechungen. Das Erhabene wird durch die Auseinandersetzung mit der kunstimmanenten Grammatik herausgearbeitet. Und in diesem Sinne kann Schönheit auch Stille und Leere bedeuten.
Die Kunsthalle Gießen wirkt auf den ersten Blick leer. Die untere Hälfte der langen Seitenwände ist in grau gestrichen (Granitgrau RAL 7026), darüber hängen 60 cm lange Leuchststoffboxen mit Osram 865 - Leuchtmitteln. Diese strenge Raumaufteilung wird ergänzt durch das Zitat *… diese Gipfel haben nichts Lebendiges erzeugt und nichts Lebendiges verschlungen…* aus Goethes *Über den Granit* an der hinteren Stirnwand des Raumes. Goethe beschreibt in diesem Fragment die erhabene und überzeitliche Anmutung des Granits. Auch Merz vermeidet alles Subjektive, das als künstlerische Sensibilität interpretiert werden könnte, und konzentriert sich auf Form, Licht und Anordnungsnotwendigkeiten.

Goethes Text *Über den Granit* zum Nachlesen:
www.sumpfnews.de/bibliothek/
ueberdengranit.htm


http://www.kunsthalle-giessen.de
Di–So 10.30–17.00 Uhr

 

Ausstellung IRIS 2
Universitätsbibliothek Gießen
Otto-Behaghel-Str. 8, 35394 Gießen
bis 6.2.2011
Farbforschung Exemplarisch: Siegfried Rösch

Der Nachlass von Siegfried Rösch (1899–1984 Wetzlar), Professor für Mineralogie, ging nach seinem Tod an die Universitätsbibliothek Gießen. Rösch die Theorie der sogenannten Optimalfarben von Robert Luther, unter farbmetrischen Gesichtspunkten weiter aus. Er kreierte den Begriff der Relativ-Helligkeit und ein numerisches Verfahren zur Farbbestimmung. In diesem Zusammenhang entstanden neuartige Farbmessgeräte wie das Optimalkolorimeter und der Spektralintegrator.

Die Positionierung der Vitrinen als auch die Gestaltung der Innen- und Außenfenster nehmen Bezug auf Röschs Forschung und wurden gestaltet von dem Gießener Künstler Thomas Vinson.
http://www.thomas-vinson.com
http://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Rösch

 

Ausstellung IRIS 3
Stadt- und Industriemuseum Wetzlar
Lottestr. 8-10, 35578 Wetzlar
bis 6.3.2011
Goethes Farbenlehre (1810) und die Lehren von den Farben und vom Färben

Foto: Kupfer-Bibel von Johann Jakob Scheuchzer (1731)
… in der Schweiz selbst jedoch wurde Scheuchzer gemieden, vor allem wegen seiner neuartigen Ideen und Interpretation des göttlichen Wirkens. Besonders durch das Werk Physica Sacra, oder Geheiligte Natur-Wissenschaft (kurz Kupfer-Bibel) verspielte er sich die Sympathien der Landsleute. In diesem vierbändigen Werk sollte versucht werden, die Existenz Gottes durch die Naturwissenschaft zu belegen. Biblische Geschichten wurden durch naturwissenschaftliche Erklärungen dargestellt. Eine Druckgenehmigung der Kupfer-Bibel wurde Scheuchzer in der Eidgenossenschaft verweigert. 1731 bis 1735 erschien die Physica sacra allerdings doch, und zwar in Augsburg…
Quelle: Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/
Johann_Jakob_Scheuchzer

http://www.museen-wetzlar.de

 


SumpfNews - Digitale Bibliothek zu IRIS

Johann Wolfgang Goethe – ZUR FARBENLEHRE (1810)
http://www.farben-welten.de/uploads/
media/zur_Farbenlehre.pdf

Unterreichtsmaterial zu Goethes Farbenlehre
Klassik Stiftung Weimar
http://www.klassik-stiftung.de/fileadmin/
user_upload/Bildung/Lehrer_und_Erzieher/
Goethes_Farbenlehre_Lehrermappe.pdf

Eugen Willerding – Zur Theorie von Regenbogen, Glorien und Halos
http://www.astro.uni-bonn.de/~willerd/
regenbogen.pdf

Sammlung Farbenlehre Technische Universität Dresden
http://www.arch.tu-dresden.de/farbenforum/
flyer_safaleh.pdf

Runge und Ossian
Kunst, Literatur, Farbenlehre
Inaugural-Dissertation, Universität Regensburg
http://epub.uni-regensburg.de/10312/1/
dissgesamt.pdf

Herbert Huber – Ein Blick auf Goethes Farbenlehre und den Grund seiner Aussetzung an Newton
http://www.huber-tuerkheim.de/
Goethe%20Farbenlehre.pdf

Farbenlehre und Farbmetrik
http://www.ewrite.de/mg/downloads/
daten/pdf_operating/
farbenlehre_farbmetrik.pdf

Ausstellung
Atrium Rathaus Gießen
Berliner Platz 1, 35390 Gießen
bis 24.12.2010
AE / Rolf Wegst

Was Sie schon immer über Gießen wissen wollten
Comiczeichnungen von Andreas Eikenroth

5Day-Trip to Bangladesh
Fotografien von Rolf Wegst
http://parole-ae.blogspot.com
http://www.flickr.com/photos/rolf_wegst-88

Ausstellung
Oberhessisches Museum
Altes Schloß, Brandplatz, 35390 Gießen
bis 30.1.2011
Bärbel Dieckmann | Rückkehr des Minotaurus

Durch die Thematisierung von Minotaurus, dem Monster mit Menschenleib und Stierkopf, will Bärbel Dieckmann nicht die alte Sage verlebendigen. Vielmehr sieht die Künstlerin das gefräßig Sexistische, aber auch an sich selbst Leidende des Monsters, das Animalische im Dialog mit der Anmut von Jünglingen und Mädchen. Sie erkennt im Thema auch das aktuell Gesellschaftliche. Der Moloch Konsum, Produktion, Steuerung schafft die Opfer: Menschen - Frauen, Männer -. Das Labyrinth existiert nicht nur in Knossos, sondern ist auch heute der Irrweg durch schuldige Schullosigkeit an Leben und Tod.
(Text: Friedhelm Häring)
http://www.baerbeldieckmann.de

 

Ausstellung
Rosenmuseum Steinfurth
Alte Schulstraße 1, 61231 Bad Nauheim
bis 17.04.2011
Yi Zheng Lin – Metamorphosen

Der Gießener Künstler Yi Zheng Lin verwandelt industrielle Massenprodukte in farbenfrohe Blütenwälder und skurrile Rauminstallationen.
http://www.yizhenglin.de
http://www.rosenmuseum.com
Di–So 14–17 Uhr

 

Ausstellung
Fürstliches Hofgut Kolnhausen
35423 LICH, direkt am Golfplatz
4. + 5.12.2010, jeweils 14 - 18 Uhr
Ausstellung des Oberhessischen Künstlerbundes
http://www.okb-giessen.de
http://www.kolnhausen.de

Ausstellung
1822-Forum
Fahrgasse 9, 60311 Frankfurt/Main
bis 18.12.2010
Lisa Marei Klein – Ein Sommer ohne Schulbücher

In ihrer Installation lässt die junge Bildhauerin ihre Skulpturen Geschichten erzählen. Mit Kunstharz gehärtete plastische Elemente spielen in ihren Werkreihen eine wichtige Rolle. Durch das plötzliche Erstarren des ursprünglich Bewegten und Weichen entstehen Metaphern einer still gestellten Zeit. Die Unterbrechung erscheint verlockend und gefährlich zugleich.
http://www.lisamareiklein.de

 

Ausstellung
Atelier Frankfurt
Hohenstaufenstraße 13-25, 60327 Frankfurt am Main
bis 16.12.2010
C.W.O. - CityWatchOffice

Mara Monetti / Andreas Rohrbach / Natalie Goller / Jörg Simon / Lionel Röhrscheid / Corinna Mayer / Edwin Schäfer / Sandip Shah / Raul Geschrey / Helge Steinmann / Anette Babl / Mirek Macke / Christoph Loew / Ralf Schmitt / Herbert Warmuth / Thomas Erdelmeier
kuratiert von Sandip Shah
Man muss schon lange keiner Terrorgruppe mehr angehören, um für Datensammler interessant zu sein...
http://www.bewohnte-kunst-installation.de
http://www.atelierfrankfurt.de
Di–Do 16–19 Uhr

 

Kulturwirtschaft
kümmerei
Steinstr. 75, 35396 Gießen
2.12.2010, 18-22 Uhr
Galerie 392 stellt vor *Going West*

Johannes Buss, Johannes Gruber, Mira Nicole Schnedler
http://www.kuemmerei.org

Film
STRANGE MOVIE CLUB
kümmerei, Steinstr. 75, 35396 Gießen
Mi. 08.12.2010 – 20 Uhr

Filmreihe Neuer Kunstverein zeigt:
Stranded in Canton (US 1973/2005) William Eggleston
Eggleston gilt gemeinhin als Pionier der künstlerischen Farbfotografie, doch war er auch einer der frühen Besitzer und Anwender einer portablen Videokamera. 1973 filmte er mit seinem Sony Portapak Freunde, Künstler, Musiker, Freaks und Wahsinnige in seiner Homescene in und um Memphis - liebevoll krasse und bewegte Porträts, die seinen stehenden Bildern in idiomatischer Intensität und Poetik in Nichts nachstehen.

 

Kulturwirtschaft
kümmerei
Steinstr. 75, 35396 Gießen
Di. 21.12.2010, 21 Uhr
Gabi Schaffner

Performance, ca. 20 min. Sounds & 1 person + audience :)
<+Musiques d Orion* ist das neueste Audioprojekt der Mme. Schaffner (nach *Finnish Snow-walks and Dances* 2005, *Music for Bathrooms & Toilets* 2006 und den finnischen *Fieldrecordings* von 2009). Changierend zwischen musique concrète und reduktiver Klassik, mit 8 von zehn geplanten Stücken, ist die Performance eine stete Probe der Probe. Nie werden alle Stücke gespielt, nie ist klar, was sich wirklich in der Handtasche der Performerin verborgen hält.
http://www.schaffnerin.net
http://www.kuemmerei.org

 

Konzert
Acousmain – Musik für Lautsprecher
Atelier FFM, Hohenstaufenstr 13-25, 60327 FFM
Do. 23.12. – 21 Uhr

Jeden vorletzten Donnerstag im Monat um 21 Uhr wird auf einer 6-Kanal-Anlage zeitgenössische, experimentelle elektronische Musik vorgestellt. Bernd Leukert, Michael Rebhahn (Musikwissenschaftler und Publizisten) und Hannes Seidl (Komponist und Laptop Performer) spielen experimentelle Musik von den Anfängen bis heute. Der Eintritt ist frei. Vor und nach den Konzerten ist die Acousmainbar geöffnet und lädt zum Diskutieren und Vertiefen des Gehörten ein.
Eine Hörprobe der Musik des Abends gibt es unter:
http://www.acousmain.de

 

Konzert
Institut f. Musikwissenschaften JLU Gießen
Philosophikum II, Karl-Glöckner-Straße, Haus D, 35394 Gießen
Sa., 4.12.2010 – 20h
Giessen Improvisers Pool meets Markus Eichenberger

Markus Eichenberger (Zürich) - Klarinette
Peter Geisselbrecht - Piano
Frank Rühl - E-Gitarre
Georg Wolf - Kontrabass

 

Konzert
Institut für zeitgenössische Musik

ZWEI.INSTRUMENTE
Mittwoch, 1. Dezember 2010, 20.00 Uhr, Haus am Dom Frankfurt/Main
Miako Klein, Blockflöte, und Sava Stoianov, Trompete
Werke von Chikage Imai, Seiko Itroh, Paul Leenhouts u.a.
Die Reihe ZWEI. ist eine Kooperation zwischen der Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik und dem Haus am Dom. Eintritt frei

KONZERTMATINEE
Sonntag, 5. Dezember 2010, 11.30 Uhr, Museum Wiesbaden, Vortragssaal
György Kurtág (* 1926): Kafka-Fragmente op. 24 (1985)
Carola Schlüter, Sopran
Yumiko Noda, Violine
Das Konzert findet statt im Rahmen der Ausstellung »Das Geistige in der Kunst. Vom Blauen Reiter zum Abstrakten Expressionismus« und in Kooperation mit den Freunden der Kunst im Museum Wiesbaden.
Eintritt frei

KONZERTMATINEE
Sonntag, 12. Dezember 2010, 11.30 Uhr, Museum Wiesbaden, Vortragssaal
Abstract Expressionism
Morton Feldman (1926-1987): Two Intermissions (1950) / Intermissions 3, 4, 5, 6 (1951/1953) / Extensions 1, 3 (1951/1952) / Vertical Thoughts 4, 2, 1 (1963)
Daniel Lorenzo und Sun-Young Nam, Klavier
Shin-Hye Park, Violine
Das Konzert findet statt im Rahmen der Ausstellung »Das Geistige in der Kunst. Vom Blauen Reiter zum Abstrakten Expressionismus« und in Kooperation mit den Freunden der Kunst im Museum Wiesbaden.

 

Clubbing / Dobra OST
Ulenspiegel
Seltersweg 55, 35390 Gießen
Sa. 04.12. -:- 21 Uhr
Les Fils de Teuhpu (F)

anschl. wie immer Balkanbeats und Drum Rum mit Dobra Ost

Weiterhin im Ulenspiegel:
Mi., 08.12. My Own Private Alaska (F)
Sa., 11.12. The Great Bertholinis
http://www.myspace.com/lesfilsdeteuhpu
http://www.myspace.com/myownprivatealaska

 

Clubbing
DOMIZIL
Braugasse 6, 35390 Gießen

PARTY
Fr. 17.12. Zwanziger Jahre Party
RESIDENT-DJs
1. Mo.: Micha
2. Mo.: Konstanze
3. Mo.: In the garage -:- fantomas
4. Mo.: Dubble Bobble -:- greenlane & phantomas (2-mtl.)
3. Di.: Kampf der Formate - Vinyl vs. CD
1. Mi.: grand chill stereo -:- greenlane
2. Mi.: Jonny
3. Mi.: Sonny Payne Nightflight (Vol de Nuit)
4. Mi.: Indietronics & Schräges -:- Nata + x
5. Mi.: Die Jungen aus der Hölle -:- Metalmania
1. Do.: Stereo Soft Bar -:- Vitus Werdegast
2. Do.: Stereo Soft Bar -:- Erik Meier & Magic Marcel
3. Do.: Stereo Soft Bar -:- Ilkonaut
2. Sa.: Funk -:- Max, Svenos + FunkPump

 

Radio
radio x - das werbefreie Frankfurter Stadtradio.
10.12.2010 -:- 16-17 Uhr
Das Seminar

mit Stefan Beck: Ich sitze allein im Studio von radio x und werde eine Stunde lang über alles reden, was mir in dieser Zeit durch den Kopf geht. Ohne Konzept, Notizen und Musik.
Jeden 2. Freitag im Monat von 16 -17 Uhr

Zu empfangen in Frankfurt/M. über Ukw 91,8 Mhz. + Kabel 99,85 Mhz. oder im Internet als MP3-Stream.

http://www.radiox.de/Das-Seminar.html

 

Lesung / Vortrag
Institut für neue Medien (INM)
Schmickstraße 18, 60314 Frankfurt
4.12.2010, 20.30 Uhr
Dirk HuelsTrunk & Kolter

Soundpoetry von Dirk HuelsTrunk
Elektronische Experimente von Kolter
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unplugged heads 2.0 findet monatlich (am zweiten Dienstag im Monat) im INM-Institut statt.
Dienstag 14. Dezember 2010 | 18.00 Uhr |
Thema: Alterung neuer Medien? Zur Konservierung, Archivierung und Überlieferung digitaler Medienobjekte. |
Vortragende: Tabea Lurk und Jürgen Enge | Moderation: Dr. Hans H. Diebner |
Ausgehend von einem konservatorischen Standpunkt fragt der Beitrag was Alterung (Degradation) im Hinblick auf die neuen Medien bedeuten kann und wie beispielsweise computer- und internetbasierte Kunstwerke sich im Laufe der Zeit verändern.
http://www.soundslikepoetry.de
http://www.inm.de

 

Rahmenprogramm IRIS
Margarete-Bieber-Saal
Ludwigstr. 34, 35390 Gießen
2.12.2010, 19 Uhr
Farbe in Auge und Gehirn

Vortrag von Karl R. Gegenfurtner

 

Rahmenprogramm IRIS
Margarete-Bieber-Saal
Ludwigstr. 34, 35390 Gießen
16.12.2010, 19 Uhr
Mikroskope und Fernröhre verwirren eigentlich den reinen Menschensinn

Vortrag von Dr. Volker Wissemann

Kultur & Stadtplanung
Atelierhaus Trafo
Ederstr. 13, 35396 Gießen
10.12.2010, 17 Uhr
TREIBHAUS:KULTUR

Gemeinsam Ideen aussähen, aufziehen und kultivieren!
Im Rahmen des TREIBHAUSES stellen die gärtnerpflichten die Grundidee eines kulturellen Spielplans für den Weg zur Landesgartenschau 2014 vor. Wie entwickeln sich die Jahresprogramme 2011 bis 2014? Wie können sich die kulturellen Akteure der Stadt dabei einbringen? Welche Bedeutung hat Kultur im Hinblick auf die Landesgartenschau und die damit verbundene Stadtentwicklung?
Außerdem sind alle Gäste eingeladen, ihre Ideen für Projekte und kulturelle Veranstaltungsformate zur Landesgartenschau in Kürze vorzustellen. Als Impulsgeberin von außen ist die Düsseldorfer Künstlerin Andrea Knobloch eingeladen.
http://www.andreaknobloch.de
http://www.trafo.me

Kolumne
partial arts – expeditionen ins medienreich mit h.h.h. stilmann

liebe huehnerbeaeugte zweibeiner, teilzeitsynaestheten,

wisst ihr noch, als uns der suesslich warme sommerduft durch die haare flatterte, der azurblaue himmel nach erdbeeren schmeckte und das frische wasser nach kristall roch?!
ne, koennt ihr gar nicht! is naemlich schon gut ein paar tausend jahre her!
nehmt also dies, frohlocket und freuet euch:
www.youtube.com/watch?v=Ew6ef3nE-E4
auch oder gerade weil die zeit der bunten schmetterlingstaenze bald ganz und gar vorbei sein wird
www.youtube.com/watch?v=w7wEo4VcQ54
und falls ihr gerade und verstaendlicherweise denkt, gleich rot zu sehen
www.youtube.com/watch?v=17PctCCmviY
haltet doch ein paar atemzuege inne und erinnert euch ans dunkle und vergangene
www.youtube.com/watch?v=x1sGHTV__Nk
auf das euch das ewige heulen und jammrige zaehneklappern vergehe
www.youtube.com/watch?v=57PWqFowq-4
so wie auch die unertraeglich graeuliche schwarzweissseherei
ubu.com/film/weiss_studieII.html
denn lieber ins knie gefickt, als die ohren betaeubt

so, ich geh jetzt meine realtestkoffer packen und lustige muesterchen gucken ...
euer h.h.h. stilmann

Comic von AE
http://parole-ae.blogspot.com
http://www.chronicartoons.de

 

WWW
Digital Resources

Vuk Ćosić: ASCII History of Moving Images
December 1, 2010-February 28, 2011
Exhibition opens Online only
Berkeley Art Museum/Pacific Film Archive
netart.bampfa.berkeley.edu/

The Underbelly Project
www.nytimes.com/2010/11/01/arts/
design/01underbelly.html?_r=2?_r=1/

Urban UFOs
www.ericstaller.com

Fat Monkey
http://www.florentijnhofman.nl/dev/
project.php?id=171

Street Yogis – Interview mit dem Macher
http://blogs.taz.de/streetart/2010/11/02/
street_yogis_-_ein_interview_mit_dem_macher/

WWW
Digital Resources Local

ntropy – Blog von phire
ntropy.de

WWW
MOMCA – Mobile Online Museum of Contemporary Art

ab 1. Dezember 2010
Ervin Szubori (Hungary)
Non-remarkable dates
The ticket - as an official document - very often has date on it. The bulk of these dates enrich the countable endless group of non-remarkable dates. Even with the ticket they occur on they can palely recall only the small piece of the past - the past when they had served their purpose, when they were validated. Still merely the fact that they are there, they are readable and sometimes with conscientious accuracy - year, month, day, hour, minute - they mark that certain non-remarkable moment, serve on their preserver…

MOMCA – Mobile Online Museum of Contenporary Art is looking for submissions from artists throughout the world. I am asking individual artists to submit digital artworks to show on www.momca.de - website for mobile devices like cell phones. Theme March - December 2010:
Appropriation Art


http://www.momca.de


Realitäten / Rückblick


Gießens Street Art Beitrag zum Themenkomplex Farben, von StrickWerk, gesehen in der Bruchstraße.


Objekt von Georgina Wölfel aus der Ausstellung *Novemberprimeln* @ Atelierhaus Trafo Gießen


Performance *Kompressionen I: Plexiglas* von Raman Zaya mit Nina Louise Vallon @ Open Doors 2010 Atelier Frankfurt


Performance *Kompressionen II: Holzstab* von Raman Zaya mit Kristina Veit @ Open Doors 2010 Atelier Frankfurt


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